Hybridfahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor

Die allerersten Hybridfahrzeuge tauchten ganz am Ende des 19. Jahrhunderts auf, wurden aber serienmässig erst Ende der 1990er Jahre produziert. 

Sie vereinen zwei verschiedene Motoren, einen elektrischen und einen Verbrennungsmotor (Benzin oder Diesel). 

 

Mild-Hybrid

Die Mildhybridtechnologie tauchte mit der Weiterentwicklung der europäischen Emissionsnormen auf, aufgrund derer die Autobauer die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge senken mussten. Die Bezeichnung gilt als kontrovers, weil der Elektroanteil minim ist. Elektromotor und Akku sind denn auch klein und wenig leistungsfähig. Ein rein elektrischer Betrieb des Fahrzeugs ist mit Mild-Hybriden nicht möglich. 


Technische Eigenschaften

Der mit geringer Kapazität ausgerüstete Akku lädt sich beim Abwärtsfahren und Verlangsamen auf. Im aufgeladenen Zustand kann er über den Elektroantrieb den Verbrennungsmotor unterstützen, beispielsweise wenn der Lenker losfährt oder beschleunigt. 

 

Einsatz/Verwendung

Ein Mild-Hybrid hat in etwa die gleichen Vor- und Nachteile wie ein Hybridfahrzeug, allerdings in geringerem Ausmass. 

 

Auswirkungen auf die Umwelt

Dank seinem Elektroakku kann ein Mildhybride den Treibstoffverbrauch senken.

Ins Gewicht fallen aber Herstellung und Recycling des verwendeten Akkus. Ausserdem steigt der Treibstoffverbrauch ab einer bestimmten Geschwindigkeit wegen des Akku-Zusatzgewichts. Weil der Verbrennungsmotor im Betrieb ständig läuft, bleiben schliesslich die Treibhausgasemissionen hoch. 

 

Vor- und Nachteile

Vorteile: durchschnittlich sehr geringe Treibstoff- und CO2-Emissionsreduktion gegenüber einem ausschliesslich mit Verbrennungsmotor betriebenen Auto; Preis des Fahrzeugs.

Nachteile: Verbrennungsmotor, der mit fossilem Treibstoff läuft; kein 100%iger Elektrobetrieb.